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IP ist wie puzzeln

von Conny

Warum bin ich so wie ich bin und wozu?
Wie hat mich mein Elternhaus geprägt?
Wie war die Beziehung zu meiner Schwester?
Wie hat diese Geschwisterkonstellation mich beeinflußt?
Wie waren und sind meine Beziehungen und Freundschaften „gestrickt“?
Wo habe ich immer wieder die gleichen Knackpunkte, welcher Anteil liegt bei mir?
Wieso übernehme ich immer gleich die Verantwortung, obwohl noch andere da sind?
Wozu melde ich mich als erste, um zu helfen, obwohl auch andere gefragt wären?
Darf ich „Nein“ sagen?
Werde ich dann noch gemocht?
Darf ich was wollen, wo ich doch nichts zu wollen hatte? Wie geht das überhaupt?

Dieses Lebensgefühl, nichts zu wollen zu haben, zu stören, zuviel zu sein, mich abgelehnt zu fühlen, begleitete mich Zeit meines Lebens. Niemals war ich hartnäckig, wenn ich etwas wollte, wollte nie jemandem zur Last fallen, nie jemandem mit meinen Problemen belasten, lieber habe ich mich belasten lassen, immer habe ich mich zurückgenommen!

Nach zahlreichen Beratungen und Erkenntnissen, nach der Analyse meines individuellen Lebensstils habe ich die Einzelteile des Puzzles, meines Puzzles zusammengesetzt. Die wichtigste Erkenntnis, die sich auf alle Lebensbereiche auswirkt ist:
Ich bin wertvoll und wichtig und ich darf etwas wollen!

  • Ich habe zu mehr Fröhlichkeit und vor allem Lebendigkeit gefunden, ich lebe und liebe das Leben,
  • meine Arbeit macht mir noch mehr Freude,
  • ich genieße das Zusammensein mit meiner Tochter, bin glücklich, ihr einen anderen Lebensweg zeigen und bereiten zu können, lebe ihr Ermutigung in Bezug auf sich selbst als auch zu den Mitmenschen vor (nichts macht mich glücklicher, als wenn meine Tochter meine Freundin (die sofort einsprang, als der Kindersitter absagte) mit den Worten empfängt: „Toll, das Du dich immer gleich um uns kümmerst!“
  • in der Partnerschaft zeige ich mich mehr, lasse mir meine Gefühle und Meinung nicht weg reden, darf etwas wollen oder auch nicht
Es fühlt sich unglaublich gut an, die Puzzleteile zusammenzufügen, immer mehr Teile von sich selbst zu entdecken und zu verstehen, und ins Leben zu fliegen...
Wie der Schmetterling...

Denn, die Entscheidung liegt bei jedem selbst:
Will ich so leben, wie ich es gelernt habe und mich weiterhin schlecht und unwichtig fühlen, leiden wie der Schmetterling, der als Puppe sooo schrecklich eingeengt war...

oder will ich mein Schicksal, mein Leben in die Hand nehmen und fliegen...